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Alternative Bestattungsformen:


Luftbestattung:


Als Luftbestattung bezeichnet man das Verstreuen der Asche im Fluge, zum Beispiel von einem Heißluftballon aus. In Deutschland ist dies nicht zulässig, sehr wohl aber in den Niederlanden oder in Frankreich. Interessenten müssen deshalb auf das Ausland ausweichen. Die Einäscherung findet hier in Deutschland statt und nur die Asche wird an das ausführende Unternehmen im Ausland versandt.

Naturbestattung (Verstreuen der Asche):


Ein Verstreuen der Asche ist in Deutschland nach geltendem Recht nicht möglich. Auch hier müssen Interessenten deshalb auf das Ausland ausweichen. So bietet zum Beispiel das Schweizer Unternehmen „Oase der Ewigkeit“ sogenannte Naturbestattungen in den Schweizer Bergen an. Hierbei kann die Asche wahlweise auf einer Bergalm beigesetzt oder verstreut werden, oder aber auch in einem wilden Bergbach oder einfach direkt an einem Steilhang in den Wind verstreut werden.

Diamantbestattung:


Aus dem Kohlenstoffanteil der Asche eines Verstorbenen wird in einem aufwendigen, mehrere Wochen dauernden Verfahren unter extrem hohem Druck und Temperaturen ein synthetischer Diamant „gepresst“. Wie auch die Luftbestattung ist diese „Bestattungsform“ nach Deutschem Recht nicht zulässig, denn in Deutschland herrscht Friedhofszwang.

Deshalb finden nur im Ausland (z.B. Schweiz oder Niederlande) Diamantbestattungen, besser gesagt Transformierungen von Asche zu Diamanten, statt.

Weltraumbestattung:


Die Weltraumbestattung hat in erster Linie symbolischen Charakter und ist eigentlich keine wirkliche Bestattungsart. Es wird von der Asche des Verstorbenen nur ein sehr kleiner Teil (etwa Fingerhutgröße) in eine Mikrourne abgefüllt. Einige wenige dieser Mikrournen werden dann von Zeit zu Zeit durch eine Trägerrakete, die z. B. einen Satelliten aussetzen soll als Sekundär-Nutzlast mitgeführt. Allerdings wurden im Zeitraum von 1997 bis 2011 nur 92 Mikrournen von insgesamt 5 Raketen auch wirklich in den Weltraum befördert.

Der weitaus größere Teil der Mikrournen wird suborbitalen Höhenraketen mitgegeben. Dabei handelt es sich meist um meteorologische Forschungsraketen welche nach ihrem ballistischen Flug in 45 km Höhe (mitunter auch höher) mittels Fallschirm zur Erde zurückkehren. Da die Asche mit der Nutzlast der Rakete zurückkehrt, handelt es sich nicht gerade um eine Weltraumbestattung im eigentlichen Sinne.